Was Ist Überhaupt Eine Rotlichttherapie Und Wie Funktioniert Sie?

Was ist Rotlicht und wie funktioniert es

Was ist die Rotlichttherapie?

Therapien mit Rotlicht werden auch als Low-Level-Lasertherapie bezeichnet. Es werden meist energiesparende Leuchtdioden (LED) oder Infrarotlampen verwendet. Rotlicht kann Schmerzlinderung beiführen oder die Zellfunktion des Körpers verbessern. Anders als Hochleistungslaser können Rotlichtlampen keine Schäden im Gewebe hinterlassen, vorausgesetzt sie werden sachgemäß angewandt. Das Anwendungsgebiet ist breit gefächert und reicht von Behandlung des Restless-Leg-Syndroms über die Verringerung von Schmerzen bei Rheuma bis hin zur Behandlung von Akuterkrankungen wie einer Erkältung.

Welche Rotlichttherapien gibt es?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten eine Rotlichttherapie durchzuführen. Es gibt Salons, die eine Art Bräunungsbett auf Rotlichtbasis anbieten. Optisch ähnelt das Behandlungsbett einer normalen Sonnenbank, allerdings wird hier keine UV-Strahlung freigesetzt, so dass die Anwendung nahezu risikofrei ist. Ein Rotlichtkit zur Bräunung kann jedoch auch für zu Hause erworben werden. Es gibt sowohl Rotlichtlampen, die ausschließlich für die Gesichtstherapie geeignet sind als wie auch solche, die am ganzen Körper angewendet werden können.

Rotlichtkabine fuer Ganzkoerperbestrahlung

Bei der Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen und anderen Gesichtserkrankungen sind sogenannte Rotlichtmasken empfehlenswert, die gezielt an der betroffenen Region wirken. Des Weiteren stehen Handgeräte zur Verfügung, die flexibel am ganzen Körper eingesetzt werden können. In Form eines Computerbildschirms kommen größere Geräte zum Einsatz, die zum Beispiel für die Behandlung von Rücken oder Brust in Frage kommen.

Die Rotlichttherapie unterscheidet sich jedoch zudem in der verwendeten Lichtart. Moderne Geräte werden meist mit LEDs betrieben, es gibt jedoch auch Laserlampen, die mit niedriger Energie betrieben werden. Die Wellenlänge variiert von Gerät zu Gerät, Infrarotlicht hat meist eine höhere Wellenlänge als LED-Licht. Je nach Erkrankung kann eine andere Wellenlänge empfehlenswert sein, der Arzt kann hierzu wertvolle Tipps geben.

Wie funktioniert die Therapie mit Rotlicht?

Die Rotlichttherapie ähnelt der pflanzlichen Photosynthese. Die Wellenlängen des Lichts sind in der Lage die Funktionsweise der körpereigenen Mitochondrien zu verbessern. Hierbei handelt es sich um zellinterne Organellen, die Nährstoffe verwerten und Energie für die Zellen erzeugen. Wird die Zellatmung verbessert, kann die gesamte Zellfunktion optimiert werden.

Welche Vorteile hat die Rotlichttherapie?

Der größte Vorteil einer Therapie mit Rotlicht liegt im Energieaustausch. Zellen und Gewebe reagiert auf die Verwendung von Infrarotstrahlung mit einer Steigerung der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung. Durch diesen Effekt können eine Vielzahl an Erkrankungen therapiert werden. Hierzu gehören:

  • Gelenkbeschwerden
  • Muskelbeschwerden
  • Bronchitis und Erkältungskrankheiten
  • Nasennebenhöheninfekte
  • psychische Erkrankungen (Angst, Depression)
  • Rückenleiden
  • Hauterkrankungen wie Schuppenflechte

Jegliche Arten von Beschwerden mit Rotlicht therapieren

Wie sicher ist die Therapie mit Rotlicht?

Bei einer Rotlichttherapie wird das Licht entweder in Form von LEDs oder Laser verwendet. Die DNA wird anders als bei UV-Strahlung nicht beeinflusst, somit können Zellen nicht mutieren und Krebs auslösen. Rotlichtbehandlungen werden von den meisten Patienten gut toleriert, auch Babys und Kleinkinder können bereits mit den sanften Strahlen behandelt werden. Es ist jedoch Fakt, dass manche Menschen positiver auf Rotlicht ansprechen als andere. So ist es immer möglich, dass bei einem Patienten die Wirkung gering ist, während ein anderer, mit einem identischen Krankheitsbild, weitaus bessere Erfolge erzielen konnte.

Rotlicht und Nebenwirkungen

Praktisch gesehen hat die Therapie mit Rotlicht kaum bis gar keine Nebenwirkungen. Wenn es zu Überempfindlichkeitsreaktionen und Reizungen der Haut kommt, sind diese leichter Natur und verschwinden binnen weniger Stunden von selbst.

Personen mit lichtempfindlichen Augen können es als eine Art optischen Reiz empfinden, wenn sie im Gesicht mit Rotlicht bestrahlt werden. Diesem Effekt kann durch die Verwendung einer Schutzbrille vorgebeugt werden. Bei manchen Rotlichtlampen ist von Haus aus eine Schutzbrille im Lieferumfang enthalten.

Um das Risiko von Nebenwirkungen klein zu halten ist die Dauer und Dosierung der Therapie wichtig. Es ist sinnvoll klein anzufangen und erst im Verlauf der Therapie längere Sitzungen, von bis zu 15 Minuten durchzuführen. Wird Rotlicht in zu starker Dosierung angewandt, kann es zu leichtem Schwindel, Übelkeit und Empfindlichkeit kommen. Wird eine Infrarotquelle zu lange verwendet, kann es zu Hautverbrennungen kommen. Diesen kann vorgebeugt werden, wenn der empfohlene Mindestabstand zur Lampe eingehalten und die Therapiedauer nicht überschritten wird.

Unmittelbar nach einer Rotlichttherapie kann es sein, dass die Haut empfindlich auf Sonnenlicht reagiert. Es ist daher vor allem bei regelmäßiger Anwendung unerlässlich, ein gut wirksames Sonnenschutzmittel aufzutragen.

Wie oft sollte Rotlichttherapie durchgeführt werden?

Wie häufig die Rotlichtlampe zum Einsatz kommt ist abhängig vom Krankheitsbild. Wichtige Hinweise kann der behandelnde Arzt geben. Bei einer Anti-Aging-Therapie reicht eine Behandlung zwei bis drei mal pro Woche aus. Die Therapie sollte mindestens drei und maximal sechs Wochen durchgeführt werden. Zur Aufrechterhaltung des Erfolgs reicht anschließend eine Sitzung alle zwei Wochen.

Zur Schmerzlinderung kann die Rotlichtlampe bis zu dreimal täglich eingesetzt werden. Es werden Sitzungen mit einer Dauer von zehn Minuten empfohlen. Wichtig ist es, dass die Hinweise des Geräts beachtet werden und die Bedienungsanleitung aufmerksam gelesen wird. Um keine Behandlung zu vergessen kann ein Therapieplan erstellt werden, mit festen Zeiten zur Rotlichtbestrahlung.

Wie schnell zeigen sich Ergebnisse?

Wie schnell die Rotlichttherapie wirkt ist abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung und dem persönlichen Empfinden. Manche Patienten berichten bereits 20 Minuten nach der Anwendung über eine effiziente Schmerzlinderung, während andere wiederum erst nach mehreren Sitzungen einen Erfolg verzeichnen. Bei der Anti-Aging-Therapie kann es mehrere Wochen dauern bis sich Erfolge zeigen, da die Kollagenzellen nur sehr langsam verändert werden.

Seit wann gibt es Rotlichttherapien?

Licht als Therapeutikum ist bereits viele Jahrzehnte verbreitet. Niels Ryberg Finsen hat im Jahr 1903 den Nobelpreis für die Verwendung von UV-Licht zur Therapie von Menschen mit einer Tuberkulose Form erhalten. In den 60-er Jahren wurde entdeckt, dass Low-Level-Laser wie die Rotlichtlampe das Haarwachstum begünstigen können. Kurz darauf fand er heraus, dass auch die Wundheilung vom Einsatz einer Rotlichtlampe profitiert.

Mittlerweile wird die Rotlichttherapie in vielen Arztpraxen angeboten. Darüber hinaus gibt es sehr gute Geräte für den Hausgebrauch zu kaufen. Ob bei Babys, Kindern oder Erwachsenen - die Zufriedenheit mit Rotlicht ist hoch. Die nahezu nebenwirkungsfreie Therapie ist eine gute Ergänzung zur Schulmedizin und kann auch vorbeugend eingesetzt werden.

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