Krampfadern In Der Alternativen Medizin

Alternative Medizin gegen Krampfadern und Venenbeschwerden

Lebensstil zugunsten der Gesundheit anpassen

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist - das wusste schon der antike Arzt Galen. Viele Beschwerden sind auf psychosomatische Ursachen zurückzuführen oder werden dadurch verstärkt. Zwar ist die Veranlagung zu Krampfadern erblich, doch spielt für den Krankheitsverlauf auch das Seelenleben eine Rolle. Bei Krampfadern geht es um das Versacken des Blutes in der unteren Körperregion. Die Krankheit ist assoziiert mit Schwere, mangelnder Spannkraft oder auch Trägheit. So wie sich das Venensystem präsentiert, ist es oft auch um das Seelenleben der Patienten bestellt. Emotionen, die sich stauen und nicht abfließen können, manifestieren sich auf körperlicher Ebene als Blutstau in den Venen. Auch wenn es im Beziehungsleben stagniert, kann sich dieser Stillstand in dicken Beinen äußern.

Wer unter Krampfadern leidet, sollte daher alles daran setzen, seine Lebensenergie und Vitalität zurückzugewinnen. Das kann durch verstärkte soziale Kontakte und gemeinsame Unternehmungen passieren. Die Devise lautet dann "Raus aus dem Schneckenhaus". Aber auch die persönlichen Ziele sollten auf den Prüfstand und Verbesserungen der Lebensqualität, sei es beruflich oder privat, mit Elan verfolgt werden. Die so neu gewonnene Dynamik geht direkt mit den entsprechenden Körperteilen in Resonanz und äußert sich in einem stabileren Venensystem und einer gesteigerten Spannkraft der Venenwände. Meditation kann ebenfalls helfen, wieder zu sich zu finden und Blockaden aufzulösen.

Pro:

  • führt zu einer ganzheitlichen Gesundheit

Contra:

  • als alleiniges Mittel gegen Krampfadern nicht wirkungsvoll

Schüssler Salze bei Krampfadern

Schuessler Salze Behandlung Krampfadern

Schüssler Salze stehen seit Jahren bei Menschen, die alternativen Behandlungsmethoden zugetan sind, hoch im Kurs. Viele Ärzte, die naturheilkundlich arbeiten oder Homöopathen, setzen Schüssler Salze bei Krampfadern und Besenreisern ein. Da Krampfadern sich ganz unterschiedlich manifestieren und bei den meisten Patienten noch weitere gesundheitliche Probleme oder Symptome vorliegen, sollte die Therapie von einem erfahrenen Arzt oder Naturheilkundler begleitet werden. Bei der Dosierung der Salze gibt es keine Standardempfehlung. Je nach Stadium der Krankheit und der Begleiterscheinungen ist sie unterschiedlich hoch. Schüssler Salze gibt es als Tabletten, Globuli oder Salben.

Die meisten Patienten schätzen die Tabletten, denn die werden einfach auf die Zunge gelegt und zergehen dann im Mund. So können die Wirkstoffe optimal via die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen werden. Globuli werden bei Krampfadern eher selten angewendet. Die Salben haben sich allerdings bewährt, denn sie können direkt auf schmerzende und geschwollene Stellen aufgetragen werden. Die Wirkung entfaltet sich binnen weniger Minuten. Schüssler Salze sind nichts, was schnell gegen Krampfadern helfen kann. Die Wirkung ist langfristig ausgelegt. Erste, leichte Verbesserungen treten frühestens drei bis vier Wochen nach Beginn der Einnahme auf. Merkt der Patient, dass die Salze anschlagen, kann die Kur auf bis zu ein Jahr ausgedehnt werden. Es empfiehlt sich, den Prozess mit Fotos zu dokumentieren. Ansonsten sollte noch einmal der Heilpraktiker aufgesucht und eventuell die Dosis angepasst werden. Die meisten Patienten legen nach der Kur eine Pause ein, bevor sie die Schüssler Salze wieder fortsetzen. Das ist auch empfehlenswert, da die Krampfadern wieder zurückkommen können.

Folgende Schüssler Salze werden bei Krampfadern angewendet

  • Calcium fluoratum Nr. 1 – festigt das Bindegewebe
  • Kalium chloratum Nr. 4 – stärkt Schleimhäute und Muskeln
  • Calcium phosphoricum Nr. 2 – wirkt lindernd und entzündungshemmend
  • Magnesium phosphoricum Nr. 7 – stärkt Nervenstränge und Muskeln
  • Kalium phosphoricum Nr. 5 – wirkt vor allem auf psychischer Ebene
  • Silicea Nr. 11 – unterstützt das Bindegewebe und die Haut

Pro:

  • Schüssler Salze sind relativ günstig in der Anschaffung
  • langfristige Einnahme möglich
  • keine Nebenwirkungen

Contra:

  • reine Erfahrungsheilkunde, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung liegen nicht vor
  • wirken erst nach sehr langer Einnahmedauer

Kochsalzlösung bei Krampfadern

Injezierung einer Kochsalzloesung

Kochsalzlösungen wurden an der Uniklinik Tübingen schon in den 1930er Jahren zur Therapie eingesetzt, um Krampfadern nachhaltig zu veröden. Der damals federführende Arzt, der die Methode entwickelt hat, behandelte in seiner Laufbahn über 70.000 Patienten. Das Verfahren von Prof. Linser wurde später von dem berühmten Naturarzt und Ernährungswissenschaftler Dr. M. O. Bruker weiterentwickelt. Noch heute werden Therapeuten nach den Richtlinien dieser beiden Ärzte ausgebildet. Obwohl ein großer Erfahrungsschatz mit erfolgreichen Behandlungen vorliegt, hat die Schulmedizin diese Therapie nie anerkannt. Bei diesem Verfahren wird eine hochprozentige Kochsalzlösung direkt in die betroffenen Venen gespritzt. Die Venen müssen mindestens 2 mm dick sein. Die Lösung dringt nach und nach bis in die kleinsten Verästelungen vor.

Kochsalzloesung Injezierung in die Krampfader

Auch sehr starke Verkrümmungen sind bei dieser Therapiemethode kein Problem. Je dicker die Venen sind, desto effektiver ist die Therapie. Die Behandlung kleinerer Gefäße ist durch eine modifizierte Kochsalzlösung möglich. Die Vene quillt durch die Salzlösung zunächst auf und verschweißt sich dann. Nach einiger Zeit tritt eine Verhärtung ein. Die nun nutzlose Vene wird vom Körper eigenständig abgebaut. Das Blut weicht, da diese Vene nicht mehr zur Verfügung steht, auf andere Venen im System aus. Die Behandlung erfolgt bei einem spezialisierten Naturarzt oder einem Heilpraktiker. Es ist keine Narkose erforderlich. Je nach Größe und Anzahl der Krampfadern dauern die Injektionen etwa eine Stunde. Außer den Einstichen und direkt danach einem leichten Druckgefühl bemerkt der Patient nichts. Stützstrümpfe müssen nach den Injektionen nicht getragen werden. Die Kassen übernehmen die Kosten für dieses Verfahren nicht.

Pro:

  • rein natürliches, wirksames Verfahren zum Veröden von Krampfadern
  • schmerzfrei
  • Stützstrümpfe nicht notwendig

Contra:

  • Kassen tragen die Kosten nicht
  • kein anerkanntes Verfahren der Schulmedizin

Krampfadern im Ayurveda

Ayuverda Behandlung Massage Besenreiser

Gemäß der indischen Ayurveda Medizin, einer jahrtausendealten Gesundheitslehre, liegt bei Krampfadern ein Ungleichgewicht der Doshas vor. Mit Vata, Pitta und Kapha gibt es drei dieser Konstitutionstypen, deren Verhältnis in jedem Menschen unterschiedlich angelegt ist. Gerät das individuelle Gleichgewicht eines Menschen im Verhältnis zu seinem Hauptkonstitutionstyp außer Balance, sind Krankheiten und Störungen die Folge. Bei Krampfadern geht man im Ayurveda davon aus, dass alle Konstitutionstypen an der Entstehung beteiligt sind, wobei das Vata Dosha dominiert. Vata ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe im menschlichen Körper. Traditionelle Ayurveda Therapien wie Einläufe, Beingüsse, Blutegel und Purgieren können Krampfadern nicht heilen, lindern aber durchaus die Beschwerden. Vor allem, wenn der Patient zusätzlich seinen Lebenswandel umstellt. Daneben gibt es ayurvedische Medikamente, die gegen Krampfadern eingesetzt werden können. Bei Gotu Kola wird Stickstoff vermehrt gebildet, was die Elastizität und Flexibilität der Venenwände verbessert. So wird die Durchlässigkeit erhöht. Centella ist hingegen eine ayurvedische Arznei, die direkt auf das Bindegewebe wirkt. Dadurch werden die Gewebestrukturen der Venen gestärkt und es kann eine Arteriosklerose (Verhärtung der Arterien) verhindert und die Blutzufuhr zu den Venen erhöht werden.

Wer sich entschließt, Krampfadern ayurvedisch zu behandeln, sollte dies einem erfahrenen, speziell ausgebildeten Arzt überlassen. Oft finden diese Behandlungen im Rahmen einer mehrwöchigen Ayurveda Kur statt. Die Krankenkasse kommt für die Behandlungen nicht auf. Ayurveda Therapien sollten bei fortgeschrittenen Krampfadern, Entzündungen und Thrombose nicht als alleiniges Mittel angewendet werden. Es empfiehlt sich schulmedizinische Begleitung. Yoga(https://www.focus.de/gesundheit/experten/yoga-uebungen-zur-entspannung_id_7700202.html) ist ein zentraler Bestandteil der ayurvedischen Lebenspraxis. Um Krampfadernleiden abzumildern, kommen auch diese Übungen zum Einsatz.

Bei Aufgeschlossenheit gegenüber traditionellen und naturheilkundlichen Verfahren können diese ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden, um den Erfolg der Krampfader-Behandlung zu vergrößern.

Pro:

  • traditionelles, jahrtausendealtes und ganzheitliches Heilverfahren
  • keine Nebenwirkungen

Contra:

  • kostenintensiv, da Kuren meist mehrere Wochen dauern und selbst finanziert werden müssen
  • lindert Beschwerden, aber entfernt keine Krampfadern
  • bei starken Beschwerden und fortgeschrittenem Krankheitsbild nicht empfehlenswert

Naturmedizin gegen Krampfadern

Ringelblume und andere Kraeuter als Behandlungsmethode

In der Naturheilkunde sind seit Jahrhunderten Pflanzenextrakte beliebt, die bei Krampfadern und schweren Beinen helfen.

  • Rosskastanie: In der Rosskastanie ist das Saponingemisch Aescin enthalten, das mit 30 verschiedenen Inhaltsstoffen entzündungshemmend wirkt. Daneben wird der Blutfluss unterstützt und das Bindegewebe gestärkt. Rosskastanie wird von Naturheilkundlern gerne bei Patienten eingesetzt, die zusätzlich unter Ödemen leiden. Unter der langfristigen Einnahme bilden sich viele Symptome, die charakteristisch für schwache Venen sind, zurück. Entzündungen lassen ebenso nach wie Schmerzen und Juckreiz. Mittlerweile existieren zahlreiche Studien rund um die Wirkstoffe aus der Apotheke der Natur. Dabei hat sich herausgestellt, dass Rosskastanienextrakt genauso wirkungsvoll ist wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen(https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=40005).
  • Rotes Weinlaub: Die sekundären Pflanzenstoffe in Rotem Weinlaub stärken die Venenwände und erhöhen ihre Elastizität. Unter der regelmäßigen Anwendung werden viele Beschwerden abgemildert, die typisch für Krampfadern sind. Dazu zählen Schweregefühl, Spannungsbeschwerden, Schmerzen, Kribbeln, Juckreiz und Ödeme. Auch die Wirkung von Rotem Weinlaub ist in klinischen Studien vielfach belegt.
  • Steinklee: Extrakte aus Steinklee werden eingesetzt, wenn es bei Venenleiden Probleme mit dem Blutstau gibt. Sie kommen sowohl bei Krampfadern als auch Thrombosen und Hämorrhoiden zur Anwendung. Die in der Pflanze enthaltenen Cumarine optimieren den Blutfluss, schützen vor Entzündungen und wirken gegen Ödeme.
  • Ringelblume: Die Urtinktur aus der Ringelblume (Calendula officinalis) lässt sich, im Gegensatz zu den anderen Präparaten, gut bei bereits offenen Beinen einsetzen. Die Tinktur kann eingenommen werden oder in für Umschläge verwendete Heilerde gegeben werden.
  • Blutegel: Bei dem Gedanken an Blutegel gruselt es die meisten Menschen. Doch der sanfte Aderlass mit den Tierchen hat eine lange Tradition in der Medizin. Das Setzen der hygienisch einwandfreien Blutegel in der Naturheilpraxis ist ebenso schmerzlos wie der Saugvorgang. Die Tiere geben dabei Hirudin ab, das Blutgerinnsel auflöst und die Genesung des umliegenden Gewebes fördert. Diese Therapie empfiehlt sich besonders, wenn die Krampfadern schon sehr weit fortgeschritten sind.

Pro:

  • Naturmedizin wirkt sehr sanft und beruht auf jahrhundertealten Erfahrungen. Ideal ist es, schulmedizinische Behandlungen mit Naturheilverfahren zu kombinieren.
  • Die Wirkstoffe vieler Pflanzenmedikamente wurden in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.

Contra:

  • Die meisten dieser Leistungen müssen Patienten privat zahlen.
  • Je nach Therapie oder Pflanze kann es dauern, bis die Wirkung einsetzt.

Krampfadern in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Tai Chi chinesische Medizin gegen Krampfadern

Die Traditionelle Chinesische Medizin(TCM) geht davon aus, dass der Körper des Menschen von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, durchzogen ist. Krankheit entsteht immer dann, wenn der Fluss der universellen Lebensenergie Chi auf einem dieser Meridiane ins Stocken kommt. Als Ergebnis verstopfen zum Beispiel die Gefäße. Bei Krampfadern gehen chinesische Ärzte davon aus, dass der Energiefluss in der Leber stockt. An der Zunge kann der Mediziner erkennen, ob noch weitere Faktoren für seine Annahme sprechen. So geben ihm Farbe, Form, Belag, Breite und Dicke Auskunft über die Schwachstellen im Körper. Auch die Pulsdiagnose wird hinzugezogen. Eine Bindegewebsschwäche kann durch eine Schwäche in Milz und Bauchspeicheldrüse begründet sein. Auch Gallenblase, Niere und Blase können betroffen sein, sodass sich das Blut staut, was in Spannungen, Schwellungen, schweren Beinen und Krampfadern mündet. Nach eingehender Diagnose werden Krampfadern in der TCM wie folgt behandelt:

  • Akupunktur
  • Fünf-Elemente-Ernährung mit vielen Ballaststoffen und Milchsäurebakterien
  • Körperübungen wie Tai-Chi oder Qi Gong, die den Energie- und Blutfluss fördern
  • für den Patienten gemischte chinesische Arzneitees aus verschiedenen Kräutern

Pro:

  • etablierte Erfahrungsheilkunde aus Fernost, die mittlerweile durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen untermauert ist

Contra:

  • Die Methoden der TCM erfordern eine hohe Disziplin vom Patienten
  • Behandlungen werden nicht von den Krankenkassen übernommen

Ziel der TCM ist es immer, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren (https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/alternativmedizin/chinamedizin/der-chinesische-weg-der-selbstheilung-forsch-und-kraftvoll-der-holz-typ_id_5438685.html).

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